Gesund & fit durch die Sommerhitze – 9 Tipps gegen hohe Temperaturen

Wenn die Sommertemperaturen steigen, arbeitet unser Körper auf Hochtouren, um die Körpertemperatur zu regulieren. Das wichtigste Mittel: Schwitzen. Durch das Verdunsten des Schweißes auf der Haut entsteht Verdunstungskälte, die für Abkühlung sorgt. Gleichzeitig erweitern sich die Blutgefäße, um überschüssige Wärme abzugeben.

Doch diese Abkühlungsmechanismen können sich unangenehm anfühlen:

  • Sinkender Blutdruck
  • Belastung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit
  • Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust
  • Konzentrationsprobleme, Muskelkrämpfe
  • Schlechter Schlaf bei heißen Nächten

Mit den richtigen Maßnahmen kannst du diesen Belastungen vorbeugen – und den Sommer trotzdem genießen.

An heißen Sommertagen sollte anstatt Süßgetränke besser Wasser getrunken werden.

1. Viel trinken – bevor der Durst kommt
Trinke täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter, bei Hitze auch mehr. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßte Kräutertees oder stark verdünnte Saftschorlen. Süße Durstlöscher sind eher zu meiden. Wichtig ist regelmäßig zu trinken und nicht erst, wenn Durst aufkommt.

2. Leichte, frische Kost bevorzugen
Mehrere kleine Mahlzeiten belasten den Körper weniger als große Portionen. Ideal: frisches Obst, Salate, gekochtes Gemüse, kalte Suppen. Verzichte auf fettige oder stark gewürzte Speisen – sie erschweren die Verdauung und erhöhen die Wärmeproduktion.

3. Wohnräume kühl halten

  • Früh morgens und abends gut durchlüften
  • Nach Möglichkeit tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen halten
  • Für zusätzliche Verdunstungskälte: feuchte Tücher vor den Ventilator hängen oder eine Wasserschale auf die Fensterbank stellen

4. Atmungsaktive Sommerkleidung
Leichte Stoffe wie Baumwolle oder Leinen verhindern einen Wärmestau. Helle Farben reflektieren die Sonnenstrahlen und halten dich kühler.

Sonnenhut,, Sonnencreme und Sonnenbrille als Schutz vor starke UV-Strahlung
Sonnenschutz ist an heißen Tagen unverzichtbar – auch im Schatten

5. Sonnenschutz ernst nehmen
Die Sonne ist zwischen 11 und 17 Uhr am stärksten. In dieser Zeit lieber den Schatten suchen oder drinnen bleiben.
Zusätzlich:

  • Sonnenhut & Sonnenbrille tragen
  • Sonnencreme mit LSF 30+ nutzen – auch im Schatten
  • Schattenwege bevorzugen

6. Behutsam abkühlen
Lauwarmes Duschen, kühle Fußbäder oder ein feuchtes Tuch im Nacken sorgen für sanfte Erfrischung. Eiskalte Duschen dagegen können den Kreislauf überlasten.

7. Sport clever einplanen
Bewegung im Freien nur früh morgens oder spät abends. Vor und nach dem Training ausreichend trinken. Bei Unwohlsein sofort pausieren. Indoor-Sport in klimatisierten Räumen ist eine gute Alternative.

8. Medikamente überprüfen
Bestimmte Medikamente (z. B. Blutdrucksenker, Entwässerungsmittel) wirken bei Hitze anders oder erhöhen die Wärmeempfindlichkeit. Bei Unsicherheit ärztlich beraten lassen. Medikamente kühl lagern – Hitze kann ihre Wirksamkeit mindern.

9. Risikogruppen schützen
Kinder, ältere Menschen und Pflegebedürftige reagieren besonders sensibel auf Hitze.
Achte auf Warnzeichen wie:

  • Schläfrigkeit
  • Unruhe
  • Trockene Haut
  • Sorge für kühle Getränke, Schatten und regelmäßige Pausen

Fazit – Sommer genießen, Hitze meistern
Hitze muss kein Gesundheitsrisiko sein, wenn du rechtzeitig vorbeugst. Mit diesen 9 Tipps bleibst du auch an heißen Tagen leistungsfähig, schützt deinen Kreislauf und kannst den Sommer entspannt genießen.

Hinweis:
Die hier geteilten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an medizinisches Fachpersonal.

Ernährung, Schlaf & Träume: Was die Forschung jetzt weiß

Dass unsere Ernährung einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit hat, ist allgemein bekannt. Doch wie stark wirkt sich unser Essverhalten auf die Schlafqualität und auf unsere Träume aus? Eine aktuelle Studie der Université de Montréal in Kanada liefert spannende Erkenntnisse.

Die Studie: Ernährung, Schlaf und Träume im Fokus

In einer Online-Umfrage mit 1.082 Teilnehmenden untersuchten die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Ernährung, Lebensmittelunverträglichkeiten, Schlafverhalten, Persönlichkeit und Stressempfinden. Um die Schlafqualität und Traumintensität zu messen, nutzten sie wissenschaftlich folgende anerkannte Methoden:

  • Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI): Ein standardisierter Fragebogen, der die Schlafqualität und mögliche Störungen innerhalb der letzten vier Wochen bewertet.
  • Nightmare Disorder Index: Ein Instrument, das Häufigkeit und Belastung durch Albträume erfasst, um sogenannte Nightmare Disorders – wiederkehrende, emotional belastende Albträume – zu erkennen.

Zentrale Ergebnisse

Fast 40 Prozent der Befragten berichteten, dass bestimmte Lebensmittel ihre Träume beeinflussen – entweder negativ (24,7 %) oder positiv (20,1 %). Nur 5,5 % gaben an, keinerlei Zusammenhang zwischen Ernährung und Träumen zu bemerken.

Besonders auffällig:

  • Süßigkeiten (31 %) und Milchprodukte (22 %) wurden am häufigsten als Auslöser für intensivere oder belastendere Träume genannt.
  • Personen mit Lebensmittelallergien oder Glutenunverträglichkeiten berichteten öfter von negativen Traumerfahrungen.
  • Auch das Essverhalten spielt eine Rolle: Spätes Abendessen, ungesunde Mahlzeiten und geringe Achtsamkeit beim Essen korrelierten mit einer höheren Albtraumhäufigkeit und emotional negativ erlebten Träumen.

Fazit: Bewusst essen, besser schlafen

Die Studie zeigt deutlich: Unsere Ernährung und unser Essverhalten beeinflussen nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unsere Schlafqualität und Traumerfahrungen. Achtsames Essen und das Vermeiden schwer verdaulicher Lebensmittel vor dem Schlafengehen können dazu beitragen, ruhiger und erholsamer zu schlafen.

Hinweis:
Die hier geteilten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung. Bei anhaltenden Schlafproblemen oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an medizinisches Fachpersonal.

5 hilfreiche Tipps für Diabetiker bei Sommerhitze

So kommen Sie trotz Hitze sicher durch den Sommer

Hohe Temperaturen im Sommer sind für viele Menschen eine Herausforderung – insbesondere für Menschen mit Diabetes. Der Körper reagiert auf Hitze, indem sich die Blutgefäße erweitern und die Durchblutung steigt Dies kann Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und die Wirkung von Insulin haben. Damit Sie in der heißen Jahreszeit gut vorbereitet sind, finden Sie hier 5 Tipps:

  1. Blutzucker häufiger kontrollieren
    Bei Hitze kann Insulin schneller wirken, da es durch die bessere Durchblutung schneller ins Blut gelangt. Das erhöht das Risiko für Unterzuckerungen. Daher ist es sinnvoll, den Blutzuckerspiegel bei hohen Außentemperaturen regelmäßig zu überprüfen – besonders für insulinpflichtige Diabetiker und Diabetikerinnen.

  2. Insulin und Zubehör kühl und geschützt lagern
    Insulin verliert bei großer Hitze an Wirksamkeit – extreme Temperaturen können es sogar unbrauchbar machen. Daher gilt:

    ✔️ Insulinpens, -Patronen und Zubehör nicht im Auto liegen lassen
    ✔️ Bei Ausflügen: isolierte Taschen oder Kühletuis verwenden
    ✔️ Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden und kühl lagern
    ✔️ Verfärbtes oder ausgeflocktes Insulin bitte nicht mer verwenden

    Auch Blutzuckerteststreifen und Ersatzsensoren können durch Hitze beeinträchtigt werden – besonders auf Reisen.

  3. Richtig trinken – ohne Alkohol
    Alkohol kann den Blutzuckerspiegel zusätzlich senken was bei Hitze problematisch sein kann. Besser geeignet sind:

    ✔️ Ungesüßte Tees
    ✔️ Selbst gemachtes Wasser mit Zitronenscheiben, Kräutern, Melone
    ✔️ Leicht gekühlte Getränke ohne Zuckerzusatz

    So bleibt der Körper hydratisiert – ohne zusätzliche Belastung für den Stoffwechsel.

  4. Füße schützen – nicht barfuß laufen
    Durch Nervenschäden (Neuropathie) kann bei Diabetes das Schmerz- und Temperaturempfinden eingeschränkt sein. Der heiße Boden oder kleine Verletzungen werden oft nicht bemerkt. Daher:

    ✔️ Im freien immer Schuhe tragen
    ✔️ Füße täglich auf Druckstellen oder Verletzungen überprüfen

    So lassen sich kleine Probleme frühzeitig erkennen.

  5. Sicher schwimmen gehen
    Wassersport ist bei Sommerwetter besonders beliebt. Bewegung in Kombination mit Hitze kann jedoch den Blutzucker rasch senken. Deshalb:

    ✔️ Traubenzucker griffbereit halten
    ✔️ Nie alleine schwimmen
    ✔️ In Ufernähe bleiben, damit bei Bedarf schnell wieder an Land gelangt werden kann

    Für Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder hohem Blutdruck empfiehlt es sich, ärztlichen Rat einzuholen. Der Arzt/die Ärztin kann gegebenenfalls Anpassungen bei der Medikation empfehlen.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält lediglich allgemeine Hinweise. Er darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden. Er kann einen Besuch bei der Ärztin/dem Arzt nicht ersetzen.